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Karotten-Rohkost-Torte

Als ich das Foto von diesem rohen Karottenkuchen auf dem Profil meiner Freundin Tamara bei  Facebook gesehen habe, musste ich sie einfach nach dem Rezept fragen. Der Kuchen sah so toll aus und klang nicht nur gesund sondern auch mega lecker. Und, nachdem ich ihn nun für euch getestet habe, kann ich euch sagen, genauso lecker schmeckt er auch! Tamara hat mir dankenswerterweise das Rezept für euch überlassen, damit ihr alle in diesen Rohkost-Genuss kommt. Nach ein paar kurzen Vorbereitungen (Datteln und Cashewkerne für ein paar Stunden einweichen) kann die Zubereitung losgehen. Mit Hilfe vom Thermomix ist der Kuchen ruckzuck fertig, braucht jedoch noch ein paar Stunden Zeit im Kühlschrank, damit er so richtig perfekt fest wird.

Zutaten für eine Kuchenform (mit 26 cm Durchmesser)
für den Boden
400 Karotten, geschält und geraspelt
2 kleine Äpfel, geraspelt
200 g gemahlene Mandeln
100 g Kokosflocken
150 g Datteln (entsteint, 2 Stunden in Wasser eingeweicht)
Saft von einer Bio-Zitrone
1 TL Zimt
1/2 TL Vanillemark

für das Topping
150 g Cashewkerne (über Nacht mind. aber für 2 Stunden in Wasser eingeweicht)
Saft von einer Bio-Zitrone
100 ml Wasser
3 EL Reissirup oder Honig
100 ml Kokosöl (flüssig)

für die Schokoglasur 
2 EL Kakaopulver (ohne Zusätze)
3 EL Kokosöl
1-2 EL Reissirup oder Honig
außerdem 1 Handvoll Mandeln

Zubereitung
Für den Boden die Datteln 2 Stunden in Wasser einweichen. Dann das Wasser abgießen und Datteln mit dem Zitronensaft im Thermomix (oder jeder anderen leistungsstarken Küchenmaschine) pürieren. Karotteln, Apfel, Mandeln, Kokosflocken, Zimt und Vanille hinzufügen und im Thermomix zu einer homogenen Masse verarbeiten. Dabei die Masse mit dem Spatel öfters nach unten schieben. Den „Teig“ in eine Kuchenform streichen und kühl stellen. Für das Topping die Cashewkerne mindestens 2 Stunden in Wasser einweichen. Wasser abgießen und Cashewkerne gut spülen. Mit 100 ml frischem Wasser, Zitronensaft und Reissirup im Thermomix zu einer cremigen Massen verarbeiten. Im 2. Schritt das flüssige Kokosöl hinzufügen und nochmal gut mixen. Die Masse auf dem Kuchenboden verteilen und nochmal kühl stellen. Für die Schokoglasur das Kokosöl in einem kleinen Topf verflüssigen und Kakaopulver und Reissirup unterrühren. Eine Handvoll Mandeln mit einem großen Messer in Stücke hacken und in einer Pfanne ohne Fett kurz rösten. Die Glasur nach Belieben auf der Rohkost-Torte verteilen  und die Mandelstücke darauf geben. Rohkost-Torte nun für einige Stunden im Kühlschrank gut durchkühlen lassen, bis die Cashewcreme schön fest geworden ist.

Unglaublich was man aus ein paar Karotten und Äpfeln zaubern kann :) So großartig schmeckt diese Rohkost-Torte! Und mein kleines Helferhändchen war auch begeistert. Vom gesunden Schokoglück, den Mandeln und den bunten Blumen.

Ich hoffe euer Pfingstwochenende war genauso schön!
Alles Liebe,
Gitte

 

Veganes Schokomousse

Ich bin euch noch das Rezept vom schnellsten und einfachsten Schokomousse der Welt schuldig.  Es ist nicht nur ganz einfach gemacht, sondern schmeckt auch wirklich hervorragend und genau so sollte es auch sein – easy und lecker. Alle Super-Hausfrauen (und Männer) hergeschaut – hier gibts was zum Prahlen! Die Tatsache dass das Schokomousse mit Tofu zubereitet wird am besten einfach vorerst nicht zu groß ankündigen. Dann klappt es bestimmt auch mit den Tofu-Skeptikern :)

Zutaten für ca. 12 Gläser (je nach Füllmenge)
400 g Seidentofu (zB. von Taifun)
200 g vegane Schokolade (70 % Kakaoanteil)
1 Schuss Rum
Abrieb einer Orange
Prise Salz
etwas Vanilleextrakt
30 g Agavendicksaft (oder Honig)
außerdem nach Belieben als Topping: Beeren, Mango, Äpfel…

Zubereitung
Schokolade mit einem großen Messer in kleine Stücke hacken und langsam über Wasserbad schmelzen. Schokolade etwas abkühlen lassen. Alle Zutaten (außer Seidentofu) in den Thermomix (oder einen leistungsstarken Mixer) geben und kurz miteinander verrühren. Zum Schluß den Seidentofu dazugeben und alles zusammen für ca. 2 Minuten mixen – Achtung! Masse sollte nicht zu warm werden! Mousse bis zum Servieren kalt stellen. Am besten über Nacht, dann schmeckt das Schokomousse noch besser!!

Rezept-Credit geht wieder an meinen Freund Martin! Danke, dass du uns die tolle vegane Küche näher gebracht hast! Und ihr solltet das wirklich so schnell wie möglich ausprobieren! Ev. ist das  auch eine Dessertüberraschung zum Muttertag?!

 

Veganes Pulled Pork

Es war mehr als schwierig einen Namen für dieses großartige Gericht zu finden. Denn mit „Pork“ hat es ja wirklich überhaupt nichts zu tun. „Pulled Mushroom“ klingt auch nicht wirklich lecker. Und die deutsche Variante „zerrupfter Kräuterseitling“ klingt eher nach einem Bad-Hair-Day. Schlußendlich haben wir es beim veganen „pulled pork“ belassen. So kann man sich wahrscheinlich auch am meisten darunter vorstellen, oder?! Mein ehemaliger Schulkollege und guter Freund Martin hat mich vor ein paar Wochen besucht und mich mit einem veganen Menü überrascht. Seit mehr als 6 Jahren verzichtet er auf tierische Produkte aus gesundheitlichen und ethischen Gründen. Wie gut veganes Essen schmeckt hat er mir bei seinem Besuch wieder mal gezeigt.

Zusammen haben wir den zerrupften Kräuterseitling zubereitet. Serviert wurde das ganze in köstlichstem Burgerbrot, mit veganer Mayonnaise und Salat. Außerdem haben wir noch eine leckere und schnelle Beilage aus Kichererbsen gemacht, die mit fantastischen Gewürzen wie Kurkuma und Schwarzkümmel verfeinert wurde.

Zum Dessert gab es veganes Schokomousse wie ich es einfacher noch nie gemacht habe. Das Rezept ist ein eigener Beitrag wert und bekommt ihr bald, versprochen!

Hier aber erst mal das Rezept für das vegane Pulled Pork Sandwich, das ihr wirklich unbedingt ausprobieren solltet! Zuerst die Basics, ohne die es nur halb so gut schmecken würde.

Zutaten für die vegane Mayonnaise (Veginaise)
ergibt ca. 400 g
2 EL Mandelmus
100 ml Wasser
200 ml Pflanzenöl (zB. Sonnenblumenöl)
3 EL Apfelessig
1 TL Senf
1 TL Gemüsebrühe
frisch gemahlener Pfeffer nach Belieben

Zubereitung
Mandelmus mit Essig, Senf, Gemüsebrühe und 50 ml Wasser in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer verquirlen. Nach und nach die Hälfte des Öl einbringen. Zuerst den Rest des Wasser unterrühren, dann das restliche Öl. Mit Pfeffer abschmecken.
Die Veginaise im Kühlschrank ziehen lassen, dann wird sie richtig fest.

Zutaten für die Burger Buns (für ca. 6 Stück)
500 g Weizenmehl (Type 480)
100 ml Hafer(milch)
20 g frische Hefe
1 EL Salz
1 TL Zucker
160 g vegane Margarine (oder Butter)
50 g Sesam zum Bestreuen

Zubereitung
Zuerst ein Dampfl (Vorteig) herstellen, dafür die Hälfte von der Milch leicht erwärmen (lauwarm), Zucker dazugeben und die Hefe hineinbröseln. Mit dem Schneebesen glatt rühren und zum Schluß etwas Mehl (ca. 1 EL) darüber streuen, sodass die Flüssigkeit bedeckt ist. Dampfl mit einem Geschirrtuch abdecken und bei Zimmertemperatur gehen lassen. Das Dampfl ist fertig, wenn es aufgeht und an der Oberfläche Risse aufweist. Jetzt die restlichen Zutaten für den Germteig untermischen. Aus dem Teig 6 Burgerbrote formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Die Burgern Buns nochmal für ca. 30 Minuten gehen lassen. Zum Schluß mit Milch (oder verquirltem Ei) bestreichen und mit Sesam bestreuen. Im vorgeheizten Backofen bei 185 ° C Heißluft für ca. 20 Minuten backen.

Zutaten für die Chili-Bier-Sauce (aus dem Buch „Vincent Vegan„)
ergibt ca. 500 ml
1 rote Zwiebeln (grob geschnitten)
2 EL Sonnenblumenöl
2 EL brauner Zucker
1 EL Chilipulver
1 TL geräuchertes Paprikapulver
1 TL Cayennepfeffer
3 Chilischoten (entkernt und grob geschnitten)
40 g getrocknete Tomaten (grob geschnitten)
4 frische Rispentomaten (grob geschnitten)
2 TL Salz
4 EL Melasse
350 ml Bier (wir haben Weizen genommen)
2 EL Apfelessig
2 EL Worcestersauce

Zubereitung
Die Zwiebel in heißem Öl anschwitzen. Den Zucker dazugeben und das Ganze karamellisieren lassen. Chilipulver, Paprikapulver und Cayennepfeffer zugeben und kurz weiterbraten. Die restlichen Zutaten hinzufügen und ordentlich verrühren. Alles zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und ca. 30 Minuten einköcheln lassen. Den dabei entstehenden Schaum ggf abschöpfen. Masse etwas abkühlen lassen und mit dem Stabmixer pürieren.

Zutaten für Pulled Mushroom
pro Person
ca. 150 g Kräuterseitlinge
etwas Olivenöl
1 TL geräuchertes Paprikapulver
2 Umdrehungen aus der Pfeffermühle
1 Prise Chilipulver

Zubereitung
Die Pilze werden ggf geputzt und dann mit einer Gabel in Fasern gerupft (sieht danach so aus wie zerrupftes Hühnerfleisch). Kräuterseitlinge in eine große Auflaufform geben und mit den Gewürzen und dem Olivenöl vermengen, alles gut miteinander vermischen. Die Auflaufform für ca. 30 Minuten bei 170 ° C Heißluft in den Backofen geben. Dabei öfters kurz durchrühren.

Die fertig marinierten und gekochten Pilze aus dem Backofen werden dann mit der Chili-Bier-Sauce (nach Belieben und Portionsgröße) in einer Pfanne auf dem Herd nochmal kurz erwärmt. Und dann kommt der beste Teil, weil so Nahe am Ziel, die Burger Buns belegen.

Brötchen aufschneiden, etwas Veginaise darauf geben, pulled Mushrooms darüber, mit Salat nach Belieben belegen, Deckel drauf und reinbeißen! Lassen wir mal Bilder sprechen….

Auch das Rezept für die Kichererbsen stammt aus oben genanntem Buch (eines aus Martins reichhaltiger Kochbuchsammlung)

Zutaten für Kurkuma-Kichererbsen mit Erdnuss
(für 3-4 Personen)
100 g geröstete Erdnüsse
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
etwas Olivenöl
1/2 TL Chilipulver
2 TL Kurkuma
200 ml Kokosmilch
2 EL Sojasauce
3 EL Agavendicksaft
1 EL Limettensaft
Salz und Pfeffer
600 g Kichererbsen (aus der Dose)
2 TL Schwarzkümmel

Zubereitung
Erdnüsse im Mixer fein zerhacken. Zwiebel und Knoblauchzehen fein würfeln und in der Pfanne mit etwas Olivenöl anschwitzen. Chilipulver und Kurkuma einrühren und leicht köcheln lassen. Kokosmilch, Sojasauce, Erdnüsse und Agavendicksaft hinzufügen und 3-4 Minuten köcheln lassen. Mit  Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Dann die gut abgespülten Kichererbsen hinzugeben und gut unterrühren. Zum Schluß den Schwarzkümmel einrühren.

Ein veganes Dinner, dass sogar eingefleischten Männern bestimmt gut schmeckt. Ich wette ja, dass die nicht wirklich erkennen würden, ob Fleisch oder nicht. Wer traut sich, das zu Hause zu testen?

Lieber Martin, nochmal vielen Dank für deinen spontanen Besuch. Danke für deine Inspiration und das großartiges Essen! Es macht so viel Spaß und motiviert total, sich mit dir über Essen, Kochen und Genuss (oder unsere gemeinsame und sehr lustige Schulzeit ;) zu unterhalten. Auf ein baldiges Wiedersehen in deinem veganen Kochstudio :)

 

 

 

 

 

Bananen-Sesam-Kekse

Steckt ihr auch mitten in der Fastenzeit? Ich hab ja erst vor zwei Wochen damit begonnen, nachdem ich beim letzten Schwangerschaftscheck einen kleinen Gewichtsschock erlebt habe. Vier Kilo in sechs Wochen mehr – das soll mir erst mal eine nachmachen :) Jedenfalls gab mir das den Anstoss mich wieder auf eine gesunde und ausgeglichene Ernährung zu konzentrieren. Geht ja jetzt auch besser nachdem die Übelkeit ganz verschwunden ist. Das Rezept für diese tollen Kekse hab ich im Thermomix-Magazin („mein ZauberTopf“) gefunden. Eine Lektüre die ich allen Thermomix-Besitzern empfehlen kann. Da gibt es immer wieder so viel neue Inspiration und Tipps. Das hier hab ich für euch ausprobiert.


Zutaten für 20 Stück (vegan und glutenfrei)
aus „mein ZauberTopf“ leicht abgewandelt
3 reife Bananen, halbiert
250 g gemahlene Mandeln
50 g Kokosmehl (oder einfach noch mehr Mandeln nehmen)
80 g Reissirup (alternativ Ahornsirup oder Agavendicksaft)
1 TL Zimtpulver
100 g feine Haferflocken (oder Buchweizenmehl)
60 g Sesamkörner

Zubereitung im Thermomix
Backofen auf 170 ° C Ober-Unterhitze vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen. Bananen, gemahlene Mandeln, Kokosmehl, Reissirup, Zimt und Haferflocken in den Mixtopf geben. 30 Sekunden auf Stufe 5 vermengen. Die Sesamkörner in einen flachen Teller geben. 1 TL vom Teig abnehmen und zwischen den Händen zu Kugeln formen. Die Kugel flach drücken und in den Sesamkörnern wälzen. Auf das vorbereitete Blech legen. So weiter verfahren bis der Teig aufgebraucht ist. Die Kekse im vorgeheizten Backofen für ca. 15 Minuten backen. Abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren.

Wer sie lieber etwas knusprig mag (so wie mein Mann) einfach noch 2-3 Minuten länger im Ofen lassen – je nach Keks-Göße.

Die Kekse sind so schnell gemacht und schmecken köstlich nach Banane. Für mich der perfekte Snack zum Nachmittags-Kaffee. Oder aber auch ein perfektes „to go“ für unterwegs.

Und auch den Kleinsten schmecken die Kekse….

Viel Spaß beim Nachbacken!
Alles Liebe,
Gitte

 

 

Gebackener Blumenkohl

Einfacher geht es kaum. Blumenkohl oder wie wir im Ländle (und Teilen Österreichs) sagen „Karfiol“ aus dem Backofen. Einfach, aber lecker. Der Blumenkohl wird gewaschen & geputzt, am Strunk eingeschnitten und dann mit einer Joghurt-Gewürz-Mischung „einmassiert“. Danach wandert das Ganze für eine gute Stunde in den Backofen und nach einer kurzen Abkühlzeit dürft ihr schon genießen. Wer von euch hat den gebackenen Karfiol schon mal ausprobiert? Und, was darf in eure Marinade rein?

Zutaten
1 Blumenkohl
200 g griechisches Joghurt
1-2 Knoblauchzehen
1 Prise Salz
2 Umdrehungen aus der Pfeffermühle
Saft von einer halben Bio-Zitrone

Zubereitung
Backofen auf 180 ° C Heißluft vorheizen. Blumenkohl waschen, putzen und von den äußeren Blättern befreien. Den Strunk einschneiden. Joghurt in eine Schüssel geben. Knoblauch schälen und durch eine Presse drücken. Joghurt mit Salz und Pfeffer, Knoblauch und Zitronensaft würzen und alles gut verrühren. Blumenkohl in eine Auflaufform setzen und mit dem gewürzten Joghurt rundum gut einreiben. Blumenkohl im Ofen für ca. 1 Stunden garen. Je nach Blumenkohl-Größe variiert die Backzeit. Ev. zum Schluß hin mit Alufolie abdecken (das hätten wir mal lieber früher gemacht :) Mit einem Stäbchen die Gar-Probe machen. Blumenkohl abkühlen lassen und servieren.

Für mich mit etwas Salat und/oder einem leckeren Dipp schon eine perfekte Hauptspeise, geht aber auch super als Beilage durch.

Viel Spaß beim Ausprobieren und „an Goata“!
Gitte

 

 

Polentataler mit Pilzen und Gemüse

Nach einem Monat selbst auferlegter Blogpause bin ich nun wieder für euch da. Mir war einfach gar nicht darum irgendetwas zu posten. Es gab tausend und einen wirklich guten Grund für etwas Abstand. Der wichtigste zuerst: wir bekommen wieder Nachwuchs! Und während Baby Nummer zwei es sich im Bauch so richtig gemütlich macht, ging es mir leider alles andere als gut. Deshalb war ich auch meilenweit davon entfernt in der Küche zu stehen und „eatz goats“ zu kochen. Im Gegenteil – schon der Gedanke an etwas zu Essen war total abwegig – und wer mich kennt, der weiß, da stimmt was nicht. Nachdem ich dann aber die 13. Woche überstanden hatte, war mein Appetit wieder da – Hallelujah! Jetzt läuft das alles wieder ganz prima und ich kann wieder genießen (alles außer Fleisch :) Das hier war eines der ersten Gerichte, auf die ich so richtig Lust hatte. Knusprig gebratene Polentataler mit Kräuterseitlingen und Gemüse aus dem Wintergarten. Ihr vielleicht auch?

Zutaten für 2 Personen (mit Resten für morgen)
für die Polentataler
200 ml Wasser
200 ml Milch
100 g Polenta fix
Salz und getrockneter Rosmarin nach Belieben
Butter für die Form
Bratöl für die Grillpfanne

Zutaten für das Gemüse
200 g Rosenkohl
150 g Kräuterseitlinge
100 g Champignons
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 Handvoll Mangoldblätter
1 EL Butter
Salz

außerdem
(Ziegen)feta nach Belieben

Zubereitung
Für die Polentataler: eine Auflaufform mit Butter einfetten. Wasser und Milch mit einer Prise Salz in einem hohen Topf zum Kochen bringen. Sobald die Flüssigkeit kocht, Polenta einrieseln lassen und kräftig rühren. Topf vom Herd nehmen und weiter rühren (nach Packungsanleitung verfahren). Getrockneter Rosmarin unterrühren. Die Polentamasse in die gefettete Auflaufform streichen und abkühlen lassen. Nach dem Kühlen Polenta aus der Form stürzen und Taler (oder ähnliches) ausstechen. Die Polentataler in einer gefetteten Grillpfanne von jeder Seite für ca. 5 Minuten auf mittlerer Hitze anbraten.

Für das Gemüse: Rosenkohl gut waschen, äußere welke Blätter entfernen und Strunk kreuzweise einschneiden. In etwas Salzwasser für ca. 10-15 Minuten gar kochen.
Schalotte und Knoblauchzehe in feine Scheiben schneiden. Kräuterseitlinge und Champignons ggf putzen (mit einem Pinsel oder Küchenpapier säubern und angetrocknete Stellen entfernen) und längs in Scheiben schneiden. Die Mangoldblätter waschen und trocken tupfen. Butter in einer Pfanne erhitzen – Schalotte und Knoblauch darin anbraten. Pilze dazugeben und kurz von jeder Seite braten. Den bereits gekochten Rosenkohl und die Mangoldblätter unterheben und mit erwärmen. Mit Salz abschmecken. Alles Zutaten auf einem Teller anrichten und Feta darüber streuen.

Rosenkohl und Mangoldblätter warteten tatsächlich noch in meinem Garten (bzw der Mangold in der Gartenlaube) auf ihren Einsatz. Den feinen Kräuterseitling hab ich mir gegönnt nachdem der Appetit wieder gekommen ist. Am besten schmecken sie, wenn man sie möglichst frisch verarbeitet. Einfach kurz anbraten und zB. zu einem knackigen Salat dazu servieren. Eine perfekte Alternative für alle, die momentan auch keinen Bock auf Fleisch haben.

Übrigens, ich bin mir noch nicht sicher, wie das hier (der Blog) weitergehen soll…Mal schauen was das Leben so bringt, oder?

Alles Liebe für euch!
Gitte

 

 

 

Hackbällchen mit Tomaten-Sherry-Sauce und Kräuter-Fladenbrot

Happy Birthday meinen lieben Foodistas. Dieser Beitrag hier ist speziell für euch! Ich freu mich sehr, dass ich zu eurem 3. Blog-Geburtstag wieder an eurer schönen Geburtstagstafel Platz nehmen darf und bring euch ein köstlich gefülltes Pfännchen mit. Darin befinden sich saftige Hackfleischbällchen mit einer würzig fruchtigen Tomaten-Sherry-Sauce. Das knusprige Fladenbrot gibt es dazu serviert, um die gute Sauce aufzutunken. Das ist zwar laut Knigge ein Fauxpas, hier aber ausdrücklich erwünscht. Dieses spanisch angehauchte Rezept erinnert mich an meinen Mädels-Trip nach Barcelona. Was wir da genau erlebt haben und alle Infos zum Rezept findet ihr auf dem Blog der Foodistas – mit einem Klick seid ihr dabei.

Meine lieben 2×2 Schwestern – Tanja, Carina, Jasmin und Tine – ich wünsch euch weiterhin viel Freude und Erfolg mit eurem Blog! Lasst euch feiern! Und vergesst nicht, Hittisau erwartet euch! Alles Liebe, eure Gitte

 

 

 

Weihnachtlicher Zimtstern-Cheesecake

Kurz vor den Festtagen hab ich ein tolles „no bake Cheesecake“ Rezept für euch. Solche Kuchen mag ich ja sehr gerne. Die klappen immer, denn man muss nicht backen sondern nur die besten Zutaten zusammen rühren, den Kuchen in den Kühlschrank stellen und 3 Stunden später genießen. Herrlich! An Weihnachten wird mit den Kalorien nicht gespart. Naja, eigentlich passiert das überhaupt selten hier. Aber das Törtchen ist schon eine kleine Bombe. Der Boden besteht aus Schwiegermamas Zimtsternen und flüssiger Butter. Die Füllung aus richtig guter weißer Kuvertüre mit Mascarpone, Frischkäse und geschlagener Sahne. Ein Weihnachts-Träumchen.

Zutaten für eine kleine Springform (18 cm Durchmesser)
für den Boden
200 g Zimtsterne
100 g Butter

für die Füllung
200 g weiße Kuvertüre
175 g Frischkäse (ich hab Philadelphia Joghurt verwendet)
200 g Mascarpone
150 g Ländle-Rahm (Schlagsahne)

außerdem
1 EL Kakaopulver
Zimtsterne für die Garnitur (als Schablone)

Zubereitung
Springform mit Backpapier am Boden und den Wänden auslegen. Für den Boden die Kekse in der Küchenmaschine fein zerbröseln (oder von Hand fein stampfen). Einen Esslöffel der Keksbröseln fürs Topping auf die Seite geben. Butter in einem Topf langsam schmelzen. Mit den übrigen Keksbröseln mischen und die Keksmasse mit einem Löffel auf dem Springform-Boden festdrücken. Die Form für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. In der Zwischenzeit die Kuvertüre klein hacken, im Wasserbad schmelzen und dann etwas abkühlen lassen. Frischkäse mit Mascarpone in einer Schüssel cremig rühren. Die abgekühlte Kuvertüre dazugeben und unterrühren. Rahm steif schlagen und unterheben. Die Käsemasse auf dem Keksboden verteilen. Masse glatt streichen und für 3 Stunden in den Kühlschrank stellen. Ein Esslöffel Kakaopulver mit restlichen Keksbröseln vermischen. Den Cheesecake aus der Form lösen und mit Zimtsternen toppen. Den Kuchen mit der Kakaomischung bestäuben, Kekse entfernen und sofort servieren.

Klingt das nicht nach einem tollen Kuchen für den Weihnachtstag? Sofern ihr noch ein paar Zimtsterne in den Keksdosen findet kann es los gehen…

Als kleine Weihnachtsüberraschung hab ich heute auch noch ein Geschenk für euch. Ich verlose das Buch, in dem ich bzw. meine Rezepte und die von 10 weiteren Foodbloggern aus Vorarlberg vertreten sind. „MUNDART“ heißt das tolle Werk von meiner Freundin Eva Fischer, die das ganze auf die Beine gestellt hat.

Ein wirklich hochwertiges Buch mit wunderschönen Fotos und leckeren Rezepten. Wer sich das Buch zu Weihnachten gleich selber schenken will, kann es in jeder Vorarlberger Buchhandlung und zB. auch bei ediths kaufen. Wer aber sein Glück versuchen will, der kommentiert einfach diesen Beitrag bis Freitag, 22.12.2017 um 12 Uhr und hüpft somit automatisch in die Losbox.

Der Gewinner/die Gewinnerin wird dann per Mail von mir verständigt. Ich wünsch euch allen viel Glück bei der Verlosung und eine wunderbare Weihnachtszeit!

Alles Liebe,
Gitte

Nachtrag vom 22.12.2017: Danke euch allen für die lieben Kommentare zum Beitrag.
Glücksfee Urs hat gezogen und Cornelia Metzler darf sich über unser Buch freuen! Ich schick dir ein Mail Cornelia. Herzlichen Glückwunsch!

Pizza mit Grünkohlpesto

Es gibt so einiges, dass ich euch nicht über mich verrate, denn ich möchte, das ihr wegen meinem tollen Essen und den Fotos vorbei schaut :) und nicht wegen dem Titel… Ich mach da normalerweise auch kein großes Thema drum herum. Aber ich bin adelig. Seit Jänner 2017 fließt königliches Blut durch meine Adern, pardon, meinen Garten. Denn zu Jahresbeginn wurde ich zur „KOHLKÖNIGIN“ ernannt. Damals galt es einen Parcours zu bestreiten, den nur die Besten schaffen (Teebeutel-Weitwurf, Schnaps-Wetttrinken, Wurst-Fangen…) Und ich war ganz vorne mit dabei. Schlußendlich soweit vorne, dass ich die Krone den Kohl mit nach Hause nehmen durfte. Seit Jahresbeginn bin ich nun also Königin und hab mich seither auf den großen Einsatz meines Gemüses im Garten gefreut.

Eine Kohlkönigin muss ihr Gemüse ja schließlich verteidigen. Und in Szene setzen. Zum Beispiel mit dieser deftigen Pizza mit viel gutem Bergkäse, feinstem Parmaschinken und leckerem Grünkohlpesto.

Zutaten für 4 Personen
für den Pizza-Teig
250 g Dinkelmehl
200 g Dinkelvollkornmehl
200 ml lauwarmes Wasser
1 Prise Zucker
20 g frische Hefe (1/2 Würfel)
25 g Olivenöl
1 TL Salz

für den Belag
150 g Sauerrahm
70 g geriebener Bregenzerwälder Bergkäse (khörig räs!)
80 g Parmaschinken

für das Pesto
100 g Grünkohl
50 g Olivenöl von bester Qualität
20 g Walnusskerne
30 g geriebener Bregenzerwälder Bergkäse (habe denselben wie für den Belag verwendet)
Salz und Pfeffer

Zubereitung
Backofen auf 230 ° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Lauwarmes Wasser, Zucker und Hefe in einer großen Schüssel miteinander vermischen und kurz stehen lassen. Dinkelvollkorn- und Dinkelmehl, Öl und Salz dazugeben und zu einem Teig kneten. Teig zu einer Kugel formen und mit einem feuchten Tuch abgedeckt für ca. 30 Minuten gehen lassen.
Für das Pesto die Walnusskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten. Grünkohl gründlich waschen und die Blätter vom Strunk entfernen. Grünkohl in kleine Stücke schneiden. Die gerösteten Walnüsse, Olivenöl, Bergkäse und den Grünkohlstücke mit dem Stabmixer (oder im Thermomix) zu einem Pesto mixen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Pizzateig auf einer bemehlten Arbeitsfläche durchkneten und in 6-8 Portionen teilen. Nochmal für eine halbe Stunde gehen lassen. Dann die Teigstücke kreisrund ausrollen und den Sauerrahm sowie den geriebenen Bergkäse auf dem Boden verteilen. Im heißen Backofen für ca. 8-10 Minuten backen.
Zum Servieren die Pizza mit je 2-3 Scheiben Parmaschinken und ein paar Löffeln Grünkohlpesto toppen.

Das Pesto ist im Kühlschrank gelagert einige Tage haltbar und passt auch gut zu Nudeln oder als Brotaufstrich.

Ob ich den Titel der Kohlkönigin auch im neuen Jahr noch tragen darf, stellt sich dann wohl die nächsten Tage heraus. Da kommt das Kohl-Komitee extra aus dem Norden (der Grünkohl-Heimat) angereist um den Wettstreit zu wiederholen. Drück mir die Daumen!
Ick seh di liebste Karin!!

(Meine großartige Freundin Karin aus dem Norden hat mir im Jänner die Krone überreicht und außerdem den tollsten Backblog ever. Falls du den noch nicht kennst, dann hüpf schnell rüber zur rosaroten Lisbeths und ihren tollen Kreationen! -> Lisbeths.de)

Bis dahin grüßt euch,
eure Kohlkönigin!

 

Rehrücken mit Wirsing und Mini-Semmelknödeln

Wenn der Pirschgang vom Schwiegervater erfolgreich war, dann heißt es „Waidmannsheil“. In der Jägersprache heißt das soviel wie „Glückwunsch zum Jagderfolg“ & für mich und meinen Mann bedeutet das, auch wir haben Glück und dürfen an diesem Erfolg mit naschen. Mehr Nachhaltigkeit und Regionalität geht nicht. Das schönste Teil vom Reh hat man uns ausgelöst (nach entsprechender Abhängung) und ich durfte den Rehrücken dann direkt an einem Wochenende für uns zubereiten. Dazu gab es Wirsing aus dem Garten und Mini-Semmelknödeln die perfekt sind um die gute Sauce aufzunehmen.

Zutaten für 4 Personen

für das Wirsing-Gemüse
100 g Bregenzerwälder Speck
1 großer Wirsingkopf
1 EL Butter
2 EL Rahm
50 ml Gemüsebrühe
Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung
Wirsing von den äußeren Blättern befreien und Strunk ausschneiden. Den Rest in Streifen schneiden. Den Speck in feine Scheiben schneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen und den Speck darin unter Rühren anbraten. Wirsing dazugeben. Mit Rahm und Gemüsebrühe ablöschen. Zugedeckt für ca. 5 Minuten schmoren, ab und zu umrühren. Mit Pfeffer abschmecken.

für die Mini-Semmelknödeln
250 g Brötchen vom Vortag
1 kleine Zwiebel
20 g Butter
2 EL Petersilie (tiefgekühlt)
200 ml Milch
3 Eier
1 TL Salz
Pfeffer aus der Mühle
1 Prise Muskat

Zubereitung
Brötchen in kleine Stücke schneiden und in eine große Schüssel umfüllen. Butter in einer Pfanne schmelzen und klein geschnittene Zwiebel darin glasig dünsten. Zwiebeln und Petersilie zu den Brotstücken geben. Milch auf dem Herd kurz erwärmen (nicht zu heiß!) und dazu geben. Eier unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Masse nochmal gut durchrühren. Mit feuchten Händen kleine Knödel (ca. 20 Stück) formen. Die Knödel im Dampfgarer (oder Wasserbad) für ca. 20 Minuten bei 100 ° C garen.

für den Rehrücken
1 Rehrücken ausgelöst (ca. 800 g)
2 EL Bratöl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
30 g Butter
1 TL Zucker
1 EL Tomatenmark
200 ml Rotwein
150 ml Wildfond
2 EL Preiselbeerkonfitüre
1 Prise Zimt (optional)
1/2 TL Salz
2 Umdrehungen aus der Pfeffer-Mühle
ev. Mehl und Butter zum Binden

Zubereitung
Backofen auf 80 ° C vorheizen und eine Platte mitwärmen. Rehrücken gut putzen = ev. Sehnen und Häutchen entfernen und in Medaillons schneiden. Zwiebel schälen und in feine Stücke schneiden, Knoblauchzehe schälen und halbieren. Bratöl in einer Pfanne erhitzen. Rehmedaillons in der heißen Pfanne auf jeder Seite je nach Dicke ca. 1 – 1,5 Minuten scharf anbraten. Medaillons aus der Pfanne nehmen und im 80 ° C warmen Backofen auf der Platte warm halten. In der gleichen Pfanne Butter aufschäumen und Zwiebeln und Knoblauchzehe darin anbraten. Mit Zucker bestreuen und leicht karamellisieren lassen. Tomatenmark hinzufügen und kurz einkochen. Mit Rotwein und Wildfond ablöschen und einkochen lassen. Die Sauce durch ein Sieb in eine kleine Pfanne passieren, dabei die zurückbleibenden Zutaten gut ausdrücken. Sauce nach Bedarf mit einer Butter-Mehl-Mischung binden. Preiselbeerkonfitüre und 1 Prise Zimt hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die heiße Sauce über die Rehmedaillons träufeln. Sofort servieren.

Übrigens, wer sich vor allzu herbem Wildgeschmack fürchtet, ist mit Rehfleisch gut beraten. Es ist feiner und etwas neutraler im Geschmack und bietet trotzdem einen traumhaften Wildgenuss. Na dann, Waidmannsheil!

Mini-Schokotarte mit Orangenfilets

Allein der Anblick dieser kleinen Schokobombe lässt mein Herz höher schlagen. Dasselbe passiert allerdings auch nach dem Genuss mit meiner Kalorienmenge – die schießt unaufhaltbar in die Höhe. Aber, so ein Mini-Törtchen deckt den durchschnittlichen Tagesbedarf an Glücksgefühlen! Also her damit! Und weil man Glück bekanntlich teilen soll, gibt es hier das Rezept für dich und sieben Freunde.

Mini-Schokotarte mit Mandel-Kakao-Knusperboden und Orangenfilets
(abgewandelt aus dem Gusto Magazin Frühling 2015)

Zutaten für 8 Portionen (8 Förmchen mit einem Durchmesser von 10 cm)
für den Boden
150 g weiche Butter
60 g geriebene Mandeln
40 g Staubzucker
2 gestrichene EL Kakaopulver
1 Ei
250 g Mehl
1 Prise Salz

für die Schokoschicht
300 g Zartbitterkuvertüre
120 ml Rahm
120 ml Wasser
1 EL Zucker
70 g weiche Butter

außerdem
2 Orangen
Orangenmarmelade (alternativ Marillenmarmelade)
Kakaopulver zum Bestreuen

Zubereitung
Für den Boden alle Zutaten miteinander verkneten und zu einer Kugel formen. Den Teig in Frischhaltefolie packen und für mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank lagern. Backrohr auf 170 ° C Heißluft vorheizen. 8 Tarteletteförmchen mit Butter auspinseln. Den Teig aus dem Kühlschrank holen und kurz durchkneten. Teig mit dem Nudelholz ca. 3 mm dünn ausrollen (das klappt gut zwischen zwei Backpapierbögen). Aus dem Teig (mit Hilfe von einem passenden Glas) 8 runde Scheiben ausstechen und in die Förmchen geben, dabei einen Rand hochziehen. Den Boden mehrmals einstechen und die Törtchen für ca. 15 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Nach der Backzeit den Boden abkühlen lassen und mit Orangenmarmelade bestreichen. Für die Schokoschicht Rahm und Wasser mit 1 EL Zucker in einem hohen Topf zum Kochen bringen. Kuvertüre klein hacken und in eine Schüssel geben. Die heiße Sahne-Wasser-Mischung darüber gießen und Kuvertüre unter Rühren auflösen. Weiche Butter unterrühren. Die Schokocreme auf die Tarteförmchen verteilen und zum Festwerden in den Kühlschrank stellen (mind. 2 Stunden, geht auch über Nacht). Orangen filetieren – dabei mit einem scharfen Messer die Schale inkl. weißer Innenhaut entfernen. Die einzelnen Orangenfilets zwischen den Trennhäuten herausschneiden. Die Schokotörtchen mit Kakaopulver bestreuen und mit den Orangenfilets anrichten.

So schmeckt das pure Schokoglück! Dieses Dessert könnte definitiv ein Anwärter auf unser Weihnachtsdessert werden. Als Abschluss eines großartigen Menüs geht das definitiv durch. Und jetzt entschuldigt bitte, da wartet noch ein kleines bißchen Glück auf mich…

Hochzeitstörtchen

Zu einem Hochzeitstörtchen muss es auch eine Liebesgeschichte geben, oder? Und diese hier geht so: Als mein Mann vor zwei Jahren im Sommer mit seiner Band Brassclub in Deutschland auf einem Festival gespielt hat, war unser bester Freund und zudem Trauzeuge als Fanclub-Obmann natürlich live dabei. Zwischen all den Menschen, Partysound und Bier ist es passiert, da haben sie sich zum ersten Mal gesehen. Schwabenland meets Bregenzerwald. Antonia trifft auf Simon. Was für eine perfekte Kombination. Das Wiedersehen gab es ein paar Monate später in Egg. Und nun – gute zwei Jahre später – feierten wir ihre kleine Traumhochzeit.

Mein kleines Törtchen war eine spontane Überraschung für die Beiden. Eigentlich bin ich ja gar nicht so die Bäckerin. Ich esse lieber deftig und deshalb ist das wohl auch mein „Spezialgebiet“.  Mit Hilfe vom Thermomix aber hab ich mich an das Hochzeitstörtchen getraut. Soll heißen – das schafft jeder. Eine Unmenge an Butter und Zucker und schon hält das Ding zusammen.
Von Vorteil sind 3 Springformen (Durchmesser 20 cm), damit ihr alle Böden zeitgleich backen könnt. Wer nur eine hat, braucht etwas Geduld um die Böden nacheinander zu backen.

Zutaten für ein Hochzeitstörtchen (Durchmesser 20 cm)
Das Rezept findet ihr auf Cookidoo aus der Kollektion „Hochstapler“ unter „Party Cake“

Für die 3 Böden
400 g Butter (weich in Stücken + etwas mehr zum Einfetten)
400 g Zucker
1 Vanilleschote (in Stücken)
1/2 TL Salz
6 Eier
400 g (Kuchen)Mehl
3 TL Backpulver
2 EL Kakaopulver

für die Füllung und Fertigstellung
400 g Zucker
300 g Butter (weich in Stücken)
100 g Milch
Blumendekoration
Caketopper (den gibt es zB. hier -> Dawanda)

Zubereitung
Kuchenboden:
Backofen auf 180 °C Heißluft vorheizen. Eine ofenfeste Form zur Hälfte mit Wasser füllen und auf die unterste Schiene in den Backofen stellen. 3 Springformen mit Backpapier auslegen und den Rand mit etwas Butter einfetten. 400 g Zucker und die Vanilleschote in Stücke in den Mixtopf geben, 20 Sekunden auf Stufe 10 pulverisieren. Mit dem Spatel nach unten schieben und 1 EL Vanillezucker für die Füllung beiseite legen. Butter in Stücke und Salz in den Mixtopf zugeben und 1 Minute auf Stufe 4 vermischen. Rühraufsatz einsetzen, Zucker-Butter-Mischung 2 Minuten auf Stufe 4 aufschlagen. Alle Eier und nur 40 g vom Mehl zugeben und nochmal 3 Minuten auf Stufe 4 aufschlagen. Die restlichen 360 g Mehl und das Backpulver zugeben und 1 Minute auf Stufe 4 vermischen. Rühraufsatz entfernen. Zweimal 480 g Teig in die vorbereitete Springform geben. Beim restlichen Teig 2 EL Kakaopulver 30 Sekunden auf Stufe 4 untermischen. Den Kakaoteig in die letzte Springform geben. Die Böden für ca. 25 Minuten bei 180 ° C auf der mittleren Schiene backen. Stäbchenprobe machen! Böden für ca. 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter geben und auskühlen lassen (für ca. 1 Stunde). Mixtopf spülen.
Füllung:
Zucker in den Mixtopf geben und 20 Sekunden auf Stufe 10 pulverisieren. Rühraufsatz einsetzen. Butter, Milch und Vanillezucker dazugeben und 2 Minuten auf Stufe 4 vermischen. Rühraufsatz entfernen.
Fertigstellung:
Böden nach Belieben anpassen (ich hab bei meinen den oberen Teil weggeschnitten, damit der Kuchen gerade bleibt).
1 EL der Buttercreme auf eine passende Kuchenteller streichen. Einen hellen Boden auf die Creme setzen. Ein Drittel der Buttercreme auf den hellen Boden streichen. Den dunklen Kakaoboden in die Mitte setzen. Nächstes 1/3 der Creme darauf verstreichen und letzten Boden aufsetzen. Restliche Creme darauf verteilen und am Kuchenrand verstreichen. Mit Blumen und Caketopper dekorieren.

Mit der passenden Deko sieht das Törtchen wirklich hübsch aus. Beim nächsten Mal würde ich mich auch an eine etwas besondere Füllung wagen. Mit Hilfe vom Thermomix und dem cook-key klappt das bestimmt.

Liebe Antonia, lieber Simon, ich wünsch euch, dass ihr genauso „zsämmet bäbt“ wie dieses süße Buttercreme-Törtchen! Auf die Freundschaft! Auf die Liebe! Auf euch!

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Thermomix

 

 

Mini-Kürbis mit Ricotta-Mangold-Füllung

Kürbisse sind ja schon an sich eine echt tolle Erfindung der Natur, denn genauso schmeckt für mich der Herbst. Diese niedlichen Mini-Kürbisse, oder auch Mandarin-Kürbis genannt, sind jedoch der Oberknaller, oder? Sie sehen nicht nur hübsch aus, sondern schmecken auch richtig gut. Laut Online-Recherche ist ihr Verzehr sogar roh möglich. Die fruchtige Süße kommt dann besonders gut zur Geltung. Ich hab sie jedoch lieber gefüllt und im Ofen gebacken.

Für die Füllung habe ich Ricotta mit etwas Mangold und Knoblauch vermengt, eine kräftige Prise Salz und Thymian dazugegeben und ein paar Pinienkerne untergemischt. Perfetto.

Zutaten für 2 Personen (als Vorspeise)
2 Mini-Kürbisse (zB. Mandarin-Kürbis)
150 g Ricotta
1 Knoblauchzehe
1 Handvoll Mangoldblätter inkl. Stiele
einige Zweige frischer Thymian (geht auch getrocknet)
3 TL Pinienkerne
Salz nach Belieben
Rapsöl vom Bodensee

Zubereitung
Backofen auf 170 °C Heißluft vorheizen. Kürbisse waschen, Deckel abschneiden und Kerne mit einem Löffel oder Melonenausstecher auslösen, Deckel beiseite legen. Für die Füllung den Mangold waschen, trocken schleudern und in kleine Stücke schneiden. Ricotta mit Mangold und einer gepressten Knoblauchzehe vermengen. Thymian, Pinienkerne und Salz untermischen. Die Füllung in die ausgehöhlten Kürbisse geben und mit etwas Rapsöl beträufeln. Deckel aufsetzen und die Kürbisse in eine Auflaufform setzen. Nach Belieben eine halbe Knoblauchknolle, Thymian und Pinienkerne mit in die Auflaufform geben. Alles nochmal mit etwas Öl beträufeln. Kürbisse im Backofen für ca. 40-45 Minuten backen. Mit einem Messer in den Deckel stechen um zu testen ob der Kürbis durch ist.

Ich hoffe ihr habt Glück und findet noch so tolle Mini-Kürbisse auf dem Markt. Oder hat die jemand von euch im eigenen Garten? Meine waren ein Geschenk meiner Schwester und ursprünglich in der Gemüsekiste vom Vetterhof. Wie gesagt, nicht nur optisch sind die Mini-Kürbisse süß, sondern auch geschmacklich echt top. Die Schale vom Mandarin-Kürbis ist übrigens essbar – das mag ich :)

Kürbisrösti mit Wirsing-Birnen-Salat

Das Gartenjahr 2017 war (bisher) durchaus erfreulich. Normalerweise schreibe ich ja nicht mit, aber heuer wollte ich es einfach wissen. Die Ernte kann sich sehen lassen: 27 grüne Zucchinis + 12 gelbe, 34 Gurken, 3 Kohlrabi, unzählige Tomaten, 2 kleine Blumenkohlköpfe, 3 Romanesco und 26 Hokkaido-Kürbisse. Enttäuscht bin ich von den Auberginen, da ging gar nichts und das obwohl ich die letzten Jahre immer so reichlich ernten konnte. Jetzt wartet noch der Rosenkohl und Grünkohl auf seinen Einsatz. Auch der Wirsing ist gepflückt – der hier war Nr. 1 von 2. Mehr hab ich aber auch nicht gepflanzt. Aus Wirsing lassen sich viele wunderbare Sachen kochen. Die zarten und knackigen Kohlblätter eignen sich hervorragend zum Füllen, in leckeren Aufläufen oder im Risotto. Ich habe ihn einfach dünn geschnitten und mit einer fruchtigen Birne zu einem vitaminreichen Salat verarbeitet. Dazu gab es Kürbisrösti – ein einfaches und gesundes Herbstessen.

Zutaten für den Wirsing-Birnen-Salat (für 4 Personen)
1/2 weiße Zwiebel (oder Lauch)
6 Stängel Petersilie (ich hab tiefgekühlte verwendet)
1 großer Wirsing
2 große fruchtige Birnen
120 g Sauerrahm
1 EL Bauernsenf
1 TL Honig
1 TL Zitronensaft
Salz und Pfeffer
Preiselbeeren nach Belieben

Zubereitung
Zwiebel in feine Stücke schneiden. Petersilie fein hacken. Äußere Blätter vom Wirsing entfernen, Wirsing halbieren und Strunk ausschneiden. Den restlichen Wirsing in sehr feine Stücke schneiden. Birne waschen, halbieren, entkernen und in feine Scheiben schneiden. Zwiebeln, Petersilie, Wirsing und Birne in einer großen Schüssel mischen. Sauerrahm mit Senf, Honig, Zitronensaft vermischen und über den Wirsing-Birnen-Salat gießen. 10 Minuten durchziehen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Preiselbeeren toppen und servieren.

Für das Kürbisrösti (für 4 Personen)
500 g Hokkaido-Kürbis
1 große Kartoffel
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
30 g Semmelbröseln
30 g Kürbiskerne (gehackt)
2 Eier
1 TL Salz
Öl zum Braten

Zubereitung
Kürbis waschen und mit der Schale fein raspeln. Kartoffel schälen und ebenso raspeln. Zwiebel in feine Stücke schneiden. Kürbis, Kartoffeln und Zwiebelstücke in einer Schüssel mischen. Knoblauchzehe hinein pressen. Semmelbröseln, gehackte Kürbiskerne, Eier und Salz dazugeben und Masse gut vermischen. Bratöl in einer Pfanne leicht erhitzen. Einen Esslöffel Masse in die Pfanne geben, flach drücken und langsam anbraten, Rösti nur einmal wenden.

An Goata und einen wunderschönen Herbst für euch!
Gitte

Crème Brûlée mit Rosmarin

Mein Mann hat seine eigene Liste „im“ Thermomix. Das ist mir erst vor kurzem aufgefallen. Als ich mich (auf der Suche nach Mittagessen-Inspiration) durch meine Rezeptlisten geklickt habe, stand da auch sein Name. Hat er sich doch ganz heimlich eine Sammlung seiner Lieblingsrezepte angelegt. Und da die großteils nur aus Desserts besteht, wusste ich, es wird wieder Zeit für etwas Süßes :) Rosmarin ist und bleibt mein absolutes Lieblingsgewürz. Ich verwende ihn in so gut wie jedem Gericht. Er verfeinert Ofengemüse, passt wunderbar zu meiner aktuellen Lieblingsvorspeise Ziegenkäse-Feigen-Baguette mit karamellisiertem Honig und erfrischt als Getränk in Sirupform. Auch im Dessert findet er seinen Platz, Rosmarin-Eis hab ich euch ja schon mal vorgestellt. Heute spielt Rosmarin die Hauptrolle im cremig und zugleich knusprigen Dessert-Liebling von meinem Mann – Crème Brûlée.

Zutaten für 4 Personen
250 g Sahne
2-3 Zweige frischer Rosmarin
100 g Milch
30 g Zucker
4 Eidotter
1 Prise Salz
4 TL Rohrzucker (zum Flambieren)
außerdem: einen Bunsenbrenner

Zubereitung im Thermomix
Rosmarinzweige waschen und trocken schleudern, zusammen mit der Sahne in einen hohen Topf auf den Herd geben und Sahne einmal kurz aufkochen, dabei umrühren damit nichts überkocht. Den Rosmarin ca. 15 Minuten in der heißen Sahne ziehen lassen. Rosmarinzweige entfernen und die Sahne abkühlen lassen. Sobald die Sahne abgekühlt ist zusammen mit der Milch, Zucker, Eidotter und einer Prise Salz in den Mixtopf geben. Das Ganze für 6 Minuten auf Stufe 2 bei 70 °C erwärmen. Die Sahnemischung in 4 ofenfeste Förmchen füllen, mit Frischhaltefolie abdecken (oder einfach die passenden Glasdeckel aufsetzen) und in den Varoma-Behälter stellen. 750 g Wasser in den Mixtopf geben, Varoma aufsetzen und 45 Minuten, Varoma Stufe 1, dämpfen. Varoma abnehmen, Folie vorsichtig entfernen und Förmchen etwas abkühlen lassen. Danach die Gläser für 2 Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Nach der Kühlzeit die Creme mit je einem TL Rohrzucker bestreuen und mit dem Busenbrenner auf kleiner Flamme gleichmäßig abbflämmen. Crème Brûlée mit Rosmarinzweig dekorieren und servieren.

Zubereitung ohne Thermomix, aber im Dampfgarer
Rosmarinzweige waschen und trocken schleudern, zusammen mit der Sahne in einen hohen Topf auf den Herd geben und Sahne einmal kurz aufkochen, dabei umrühren damit nichts überkocht. Den Rosmarin ca. 10-15 Minuten in der heißen Sahne ziehen lassen. Rosmarinzweige entfernen und die Sahne abkühlen lassen. Sobald die Sahne abgekühlt ist, Milch, Zucker, Eidotter und einer Prise Salz dazugeben. Die Mischung auf dem Herd nochmal aufkochen. Auf kleiner Flamme und unter regelmäßigem Rühren für ca. 6 Minuten köcheln lassen. Die Sahnemischung in 4 ofenfeste Förmchen füllen, mit Frischhaltefolie abdecken und im Dampfgarer für 45 Minuten bei 100 ° C dämpfen. Folie vorsichtig entfernen und Förmchen etwas abkühlen lassen. Danach für 2 Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Nach der Kühlzeit die Creme mit je einem TL Rohrzucker bestreuen und mit dem Busenbrenner auf kleiner Flamme gleichmäßig abbflämmen. Crème Brûlée mit Rosmarinzweig dekorieren und servieren.

Ich weiß, dass einige meiner Leser KEINEN Thermomix besitzen. Deshalb die kleine Rezept-Abwandlung für die Zubereitung auf dem Herd. Auch dort funktioniert das ganz einfach und ohne viel Zubereitungsschritte.

Meinen Thermomix würde ich trotzdem nie mehr hergeben. Allein für die Inspiration via Rezeptkey und Zugriff auf das riesige Rezeptportal Cookidoo bin ich immer wieder dankbar. Thank you bester Küchenbuddy!

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Thermomix