Neueste Artikel

Spargel mit pochiertem Ei und Kräutersauce

Ich werde so oft gefragt, was denn mein Lieblingsgericht ist und die Frage beantworte ich immer gleich: Ich hab keines! Dafür gibt es viel zu viele Kostbarkeiten das ganze Jahr über, so dass ich mich da nicht festlegen möchte. Den Kürbis im Herbst, die Rote Bete im Winter, den Bärlauch im Frühling, die richtig süßen Kirschen aus der Region im Sommer. Jetzt zum Beispiel liebe ich den weißen Spargel, den ich frisch gestochen direkt vom Bauern am Bodensee bekommen habe. Der weiße Spargel muss – im Gegensatz zum grünen – gründlich geschält werden & dabei bitte nicht zu knausrig sein. Wichtig ist, das keine ungeschälten Flächen übrig bleiben, da die Schale auch nach dem Kochen noch fasrig ist und leicht bitter schmeckt. Den Spargel habe ich im Dampfgarer gekocht und auch die Eier im Dampf pochiert, dazu gab es eine leichte Kräutersauce. Genauso mag ich das.

 Wenn ihr keinen Dampfgarer habt, könnt ihr den geschälten Spargel in einem speziellen „Spargeltopf“ oder einfach lose in einem großen Topf mit Wasser auf dem Herd für ca. 20 Minuten bißfest kochen. Den Spargel-Sud bitte nicht weggießen, sondern für die Sauce verwenden.

Zutaten für 2 Personen
1 Bund weißer Spargel (500 g)
2 Eier
etwas Butter
Salz und Pfeffer
Für die Kräutersauce
50 g Butter
2 EL Mehl
150 ml trockener Weißwein
150-200 ml Spargelsud
1 EL Zitronensaft
Salz und Pfeffer
1 Bund frische Kräuter: Schnittlauch, Petersilie, Basilikum

Zubereitung (im Dampfgarer)
Spargel 2 cm unterhalb der Spitze mit einem Sparschäler schälen. Gegen Ende hin ruhig etwas großzügiger schälen und das untere Ende abschneiden. Die Schalen und Enden in einem Topf mit 500 ml Wasser aufkochen und für ca. 15-20 Minuten köcheln lassen, Herd ausschalten & Spargelreste im Wasser ziehen lassen. Den Spargel-Sud auffangen und für die Sauce auf die Seite stellen. Den geschälten Spargel in der gelochten Garschale im Dampfgarer bei 100 ° C für ca. 30 Minuten dämpfen. In der Zwischenzeit die Kräutersauce zubereiten. Dafür die Butter in einem großen Topf schmelzen. 2 EL Mehl in die Butter sieben und bräunen. Weißwein und Spargelsud zugießen und einmal aufkochen, dabei kräftig rühren. Hitze auf mittlere Stufe reduzieren und Sauce einkochen lassen. Ist die Sauce zu dick, etwas mehr Spargelsud hinzufügen. Die gewaschenen Kräuter grob hacken und unter die Sauce mischen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Für das pochierte Ei zwei kleine Förmchen ausbuttern. Das Ei vorsichtig in die Form gleiten lassen. Bei 100 ° C für ca. 5-6 Minuten dämpfen. Ei aus der Form lösen und mit Salz und Pfeffer würzen.

So sieht es also aus: mein perfektes Spargel-Gericht. Wie ist das bei euch? Habt ihr ein Lieblingsgericht mit Spargel? Wer verrät es mir?

Und, bitte nicht vergessen: den Spargel-Sud nicht wegschütten, sondern damit eine Sauce kochen oder direkt trinken! Mehr Entschlacken geht nicht. Und wenn ihr keine „Spargel-Ausscheider“ seid, dann ist auch der häufige Gang zur Toilette nicht allzu schlimm :)

Share on FacebookPin on PinterestShare on Google+Email this to someonePrint this page

Vegane Panna-Cotta

Das Panna Cotta auch in vegan geht, daran hab ich bis vor Kurzem noch stark gezweifelt. Da gehört doch unbedingt „richtige“ Sahne hinein! Nun, der Thermomix hat mich eines Besseren belehrt. Nachdem ich das Online Rezept-Portal durchforstet habe, bin ich beim Cashew-Panna-Cotta hängen geblieben. Das hört sich doch sehr interessant an. Und da ich alle Zutaten zu Hause hatte, machte ich mich direkt ans Werk. Das geht allerdings nur, wenn mein Mann auch zu Hause ist oder die Tochter gerade Mittagsschlaf macht. Sonst muss ich mir meine Koch-Gelüste eher aufsparen und auf später verschieben. Aber so ging es ruckzuck. Thermomix starten, Zutaten bereit stellen und loslegen.

Zutaten für 6 Personen
Panna Cotta
80 g (Birken)Zucker
1/2 Vanilleschote (in Stücken)
200 g Cashewkerne (ich habe 150 g Cashewkerne und 50 g Mandeln genommen)
2 geh. TL Agar-Agar (5 g)
15 g Sonnenblumenöl
500 g Wasser

für die Himbeersauce
30 g (Birken)Zucker
300 g tiefgekühlte Himbeeren (aufgetaut – Saft auffangen)
40 g Zitronensaft

Zubereitung
Zucker und Vanilleschote in Stücke in den Thermomix geben und 20 Sekunden auf Stufe 10 pulverisieren. Cashewkerne, Agar-Agar, Öl und Wasser dazugeben, 1,5 Minuten auf Stufe 10 mahlen – dann für 8 Minuten bei 110 ° C auf Stufe 3 aufkochen. 6 Souffleförmchen mit kaltem Wasser ausspülen. Cashewmischung einfüllen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen. Mixtopf spülen. Zucker in den Mixtopf geben und 8 Sekunden auf Stufe 10 pulverisieren. Himbeeren mit dem aufgefangenen Saft und Zitronensaft dazugeben, 15 Sekunden auf Stufe 7 pürieren. Wenn gewünscht die Sauce durch ein feines Sieb passieren, um die Kerne zu entfernen. Zum Servieren die Cashew-Panna-Cotta auf einen Teller stürzen und mit der Himbeersauce servieren.

Wenn ihr nur Cashewkerne verwendet, bleibt die Panna Cotta auch schön weiß mit einzelnen Punkten der Vanille. Ich habe zusätzlich zu den Cashewkernen noch ein paar Mandeln (mit Haut) verwendet, deshalb blieb eine leichte Färbung und kleine Stücke sichtbar.

Die Panna Cotta lässt sich prima am Vortag zubereiten & dann einfach über Nacht im Kühlschrank kalt stellen. Bei der Verwendung von Agar-Agar achtet auf die Packungsbeilage – am besten funktioniert es, wenn 1 TL Pulver 500 g Flüssigkeit bindet.

Und wenn auch ihr bisher noch nie von einer veganen Panna Cotta geträumt habt, give it a try! Ich fand es mehr als lecker. So kommen auch vegane Gäste auf ihre Kosten.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Thermomix
Share on FacebookPin on PinterestShare on Google+Email this to someonePrint this page

Polentapizza mit roten Zwiebeln und Spargel

Bereits im November habe ich mit meinen Mädels einen Wochenend-Trip an den Comosee geplant. Das war das Geschenk zum Geburtstag unserer Freundin Jacky. Letztes Wochenende war es endlich soweit. Lange schwankte ich zwischen Vorfreude und schlechtem Gewissen. War es doch mein erstes Wochenende das ich (seit Josefine da ist) nicht zu Hause verbracht habe – und dann gleich zwei Nächte. Aber, was soll ich sagen, es war so schön! Natürlich hab ich mein kleines Mädchen und meinen Mann sehr vermisst, aber die Zeit mit meinen Schmelga war genial – so wie früher, als wir gemeinsam den Bregenzerwald unsicher gemacht haben. Und dazu brauchten wir gar nicht viel – nur unsere gute alte Musik-Playlist, italienisches Essen und ein paar Flaschen Prosecco (oder so…) Aber eigentlich sind es die Menschen, die diesen Ausflug so wundervoll gemacht haben. Denn gutes Essen & prickelnde Kaltgetränke gibt es ja schließlich auch zu Hause. Es tut aber trotzdem mal gut, die Heimat zu verlassen und sich (und ein paar italienische Zutaten) wo anders neu zu finden. Meine Mädels und ich haben uns bereits vor Jahren gefunden, einige davon kenne ich schon über 30 Jahre lange (ok, das liegt daran, dass meine Schwester auch dabei ist :) Und auch wenn sich unsere Wege nicht täglich kreuzen, an unserer Freundschaft ändert das nichts. Freunde fürs Leben! Diese Pizza ist für euch. Eine Erinnerung an unser großartiges Wochenende in Italien.

Zutaten für 4 Personen
für den Boden
250 g Instant Polenta
40 g Parmesan (frisch gerieben)
600 g Milch
600 g Wasser
frisch geriebener Muskat
1,5 TL Salz

für den Belag
3 große Salbeiblätter
1 Zweig Rosmarin
2 Knoblauchzehen
4 große rote Zwiebeln
8 grüne Spargelstangen
3 EL Frischkäse (alternativ: Sauerrahm oder Creme Fraiche)
Olivenöl
frisch gemahlener Pfeffer
Parmesan in Stücke nach Belieben

Zubereitung
Milch, Wasser, Muskat und Salz in einem großen Topf zum Kochen bringen. Polenta langsam einrieseln lassen und kurz weiter kochen, dabei gut umrühren. Temperatur verringern und geriebenen Parmesan unterrühren. Masse auf kleiner Flamme 5 Minuten köcheln lassen, rühren nicht vergessen. Die Masse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und glatt streichen. Für ca. 20 Minuten abkühlen lassen. Salbeiblätter und Rosmarinnadeln waschen und trocken tupfen, mit einem scharfen Messer in kleine Stücke hacken. Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Die Zwiebeln schälen und grob zerteilen. Reichlich Olivenöl im Topf erhitzen. Knoblauch, Kräuter und Zwiebeln darin anrösten. Temperatur verringern und ca. 8 Minuten mit Deckel schmoren. Backofen auf 200 ° C Ober-Unterhitze vorheizen. Den grünen Spargel waschen, ev. holzige Enden abschneiden und Spargel halbieren. Frischkäse auf der Polentamasse verteilen. Die Zwiebelmischung auf den abgekühlten Polentaboden geben. Spargelhälften darauf verteilen. Mit Parmesan in Stücken und frisch gemahlenen Pfeffer würzen. Die Polentapizza im heißen Ofen für ca. 15-20 Minuten backen.

Share on FacebookPin on PinterestShare on Google+Email this to someonePrint this page

Dinkelbrot mit Schafskäsecreme und Wildkräuterpesto

Letztes Jahr im April habe ich einen Wildkräuter-Kurs besucht. Das wollte ich schon ewig machen. Gemeinsam mit meiner Freundin Elicia und der Kräuterfrau Barbara habe ich die Schätze der Natur entdeckt. Die Info das die (meisten) Wildkräuter essbar sind ließ mich hellhörig werden. Spazieren gehen und sich das Abendessen von der Wiese pflücken? Genau meins! 31 verschiedene (Heil)Kräuter haben wir auf unserer 2stündigen Wanderung im vorderen Bregenzerwald entdeckt. Aus unserer Kräuter-Ausbeute (die wir nicht direkt gegessen oder uns ins Gesicht geschmiert haben :) haben wir dann auf Basis von kaltgepresstem Olivenöl und Bienenwachs eine Salbe hergestellt – Natur pur. Was ich außerdem gelernt habe: sobald die ersten Schlüsselblümchen wachsen sollte man die zarten Blüten essen und damit das Immunsystem öffnen & stärken; Huflattich hilft (als Tee gekocht) bei Husten, ist entzündungshemmend und antibakteriell; Gänseblümchen geben nicht nur eine farbenfrohe Salatbeilage sondern sind auch ein Allheilmittel (bei Frühjahrsmüdigkeit,  Stoffwechselproblemen, Verdauungsbeschwerden, Gliederschmerzen…). Nun aber, zurück zum Essen. Auch als Pesto lassen sich die wilden Kräuter wunderbar verarbeiten. Das schmeckt nicht nur gut, sondern tut auch noch gut! Und genau so sollte Essen doch sein, oder? Eine Wohltat für Körper und Geist.

Zutaten für 1 Brot
150 g lauwarmes Wasser
250 g Dinkelvollkornmehl
1 TL Honig
1-2 TL Salz
½ Würfel Hefe
15 g Olivenöl

Für das Pesto
100 g frische, junge Wildkräuter (zB. Spitzwegerich, Löwenzahn, Brennessel, Sauerampfer…)
50 g Sonnenblumenkerne
100 ml Olivenöl
1-2 Knoblauchzehen
1 EL Zitronensaft
2 EL Bergkäse (frisch gerieben)
Salz, Pfeffer

Für die Schafskäsecreme
150 g Schafskäse
150 g Naturjoghurt
Salz, Pfeffer

außerdem: Blüten vom jungen Löwenzahn und Sonnenblumenkerne

Zubereitung Dinkelbrot
Alle Zutaten für den Teig in eine große Rührschüssel geben. Mit der Küchenmaschine ca. 3 Minuten zu einem glatten Teig kneten. Aus dem Teig ein großes, längliches Brot formen. Brot auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit einem scharfen Messer schräg einschneiden und für ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Vor dem Backen mit Wasser befeuchten. Bei 200 ° C Heißluft im vorgeheizten Backofen in ca. 20-25 Minuten fertig backen. Für das Wildkräuterpesto die Kräuter waschen, trocken tupfen und fein hacken. Sonnenblumenkerne mahlen. Knoblauch schälen und durch die Knoblauchpresse drücken. Kräuter, Kerne, Knoblauch und Öl verrühren. Mit Zitronensaft, Käse und Salz & Pfeffer abschmecken. Für die Schafskäsecreme den Schafskäse zerbröckeln, mit dem Joghurt vermischen, mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Stabmixer fein pürieren.

Brot in Stücke schneiden, mit Schafskäsecreme und Wildkräuterpesto toppen – mit Löwenzahnblüten und Sonnenblumenkerne servieren.

Die Einsatzmöglichkeiten der Wildkräuter sind so vielfältig: Spitzwegerich zB (der Saft der zerquetschten Blätter) hilft bei Juckreiz; Brennessel ist ein wunderbarer Eisenlieferant und kommen nun auch oft morgens in unseren Smoothie. Die (jungen) Blätter des Löwenzahns gelten als leberreinigend & können wie Spinat zubereitet werden. Auch die Blüten sind essbar und eine schöne Dekoration. Generell gilt: Wildkräuter nur von ungedüngten Wiesen & abseits der Straße pflücken!

Und los gehts! Kräuterführer einpacken, raus in die Natur und sich das kostenlose Abendessen schmecken lassen.

Dieses Rezept habe ich 2016 für das Ländle-Magazin erstellt
Share on FacebookPin on PinterestShare on Google+Email this to someonePrint this page

Rote-Bete-Pizza mit Bärlauchpaste

Ich nenne dieses Gericht „Pfüate Winter – Servus Frühling“ – denn es kombiniert je ein Highlight der jeweiligen Jahreszeit auf einem Teller. Die Rote Bete ist eines meiner liebsten Gemüse im Winter und der Bärlauch läutet jedes Jahr den Frühling ein – Willkommen Frühlingsgefühle und bis zum nächsten Mal du weiße Pracht! Mit Hilfe vom Thermomix und dem dazugehörigen Cook-Key habe ich mir zwei sehr einfache Rezepte aus dem Rezept-Portal rausgesucht und sie zu einem zusammengefügt. Und dabei ist diese tolle Pizza entstanden. Auf der Pizza landen nur Sauerrahm, in Zitronensaft marinierte Rote-Bete-Scheiben und etwas Blauschimmelkäse. Und wenn sie fertig gebacken ist kommt dann die gute Bärlauchpaste oben drauf. Anders als bei einem Pesto wird bei der Paste ’nur‘ frischer Bärlauch mit grobem Meersalz und hochwertigem Olivenöl gemixt. Thats it! Probiert es aus.

Teig
130 g Wasser
1/2 Würfel frische Hefe
300 g Dinkelmehl
15 g Olivenöl
Salz

für den Belag
400 g gegarte Rote Bete
50 g Zitronensaft (Saft von einer Zitrone)
1 Becher Sauerrahm
80 g Regina Blu (Weichkäse mit Blauschimmel aus der Sennerei Hittisau)
Salz und Pfeffer

für die Bärlauchpaste
200 g frischer Bärlauch (trocken geschleudert und grob geschnitten)
20 g grobes Meersalz
220 g natives Olivenöl extra

Zubereitung Pizza
Wasser und Hefe in den Mixtopf geben – 2 Minuten bei 37 ° C auf Stufe 2 erwärmen. Mehl, Öl und Salz dazugeben – 2 Minuten kneten. Teig aus dem Mixtopf holen und in einer Schüssel abgedeckt für 45 Minuten gehen lassen. Rote Bete in Scheiben schneiden. Zusammen mit dem Zitronensaft in eine Schüssel geben und auf die Seite stellen. Backofen auf 200 ° C Heißluft vorheizen. Backblech mit Backpapier belegen und den Teig auf dem Backblech ausrollen. Mit Sauerrahm bestreichen und mit den Rote-Bete-Scheiben belegen. Den Blauschimmelkäse in Stücken auf der Pizza verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Pizza im heißen Backofen für ca. 25 Minuten backen. Pizza aus dem Ofen holen und in Scheiben schneiden. Bärlauchpaste nach Belieben auf der Pizza verteilen.

Zubereitung Bärlauchpaste
(den gewaschenen und trocken geschleuderten) Bärlauch, Salz und Olivenöl in den Mixtopf geben – 5 Sekunden auf Stufe 8 zerkleinern, mit dem Spatel nach unten schieben. Nochmals 5 Sekunden auf Stufe 10 pürieren. Die Paste in 2 Schraubgläser umfüllen, mit etwas Olivenöl bedecken und im Kühlschrank aufbewahren.

Die Paste ist im Kühlschrank einige Monate haltbar, achtet darauf die Paste nach dem Verwenden immer wieder mit etwas Öl zu bedecken. Die Bärlauchpaste eignet sich wunderbar zum Würzen von Suppen, Saucen und Salat. Oder auch bei der Zubereitung von Risotto, Spätzle und Nudeln.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Thermomix

 

Share on FacebookPin on PinterestShare on Google+Email this to someonePrint this page

Schokotrüffel

Obwohl die Fastenzeit ja gerade erst begonnen hat, muss ich dieses Rezept mit euch teilen. Vor allem mit den Mamas unter euch, denn es ist ein ungeschriebenes Gesetz – die Fastenzeit gilt für Mütter nicht! Soll heißen, als Mama musst du nicht fasten sondern einfach nur darauf achten, die Ruhe zu bewahren. Ist das Chaos zu Hause noch so groß, sind die Nächte auch zäh und fehlt es dir an mindestens zwei Wochen Schlaf, dann hilft nur einmal tief durchatmen und ins Schoko-Glück abtauchen. Das Rezept für die Schokotrüffel (auch tartufi dolci genannt – ein Name der – genauso wie der süße Snack – auf der Zunge zergeht, oder?) hab ich von meiner Schwester bekommen. Sie hat die kleinen Schokobomben für unsere Mama gemacht und ich hab sie bei ihr im Kühlschrank entdeckt. Einmal probiert war ich im dolci Himmel & meine Mama und ich haben das halbe Glas leergefuttert. Aber ja, Mamas dürfen das….

Zutaten
1 Espresso
3 TL Zucker
3 EL gehackte Walnüsse
400 g hochwertige Schokolade (ich hatte einen Mix aus Schokolade mit 70 % Kakaogehalt und dunkler Kuvertüre – jeweils 200 g)
1 Päckchen Alpro Cuisine Coconut
Kakao-Pulver (ungesüßt und von guter Qualität)

Anleitung
Espresso, Zucker und Nüsse mischen, in eine feuerfeste Form geben und im Backofen karamellisieren lassen (bei 200 ° C für ca. 10-12 Minuten, gelegentlich wenden). Schokolade & Kuvertüre in Stücke im Wasserbad schmelzen, wenn sie schön flüssig ist, die Packung Alpro Cuisine Coconut untermischen. Dann die abgekühlten Nüsse aus dem Ofen unterheben. Die Masse in eine mit Frischhaltefolie ausgelegte Form (Größe ca. 35 x 24 cm) gießen. Die Masse sollte nur ca. 2 cm hoch sein. Im Kühlschrank fest werden lassen, am besten über Nacht. Die feste Masse aus der Form lösen, in Stücke schneiden und im Kakaopulver wälzen.

Meine Tartufi waren anfangs noch recht weich, mit der Zeit (und nachdem sie nochmal kurz im Tiefkühler waren) wurden sie fester. Ihr müsst euch also ev. etwas Zeit lassen mit dem Genießen. Je länger ihr wartet, umso größer der Genuss – versprochen!

Und, falls ihr wirklich am Fasten seid ist das ja ev. eine nette Idee fürs Osterfest? Wenn der Osterhase diese Schokotrüffel bringt, könnt ihr euch echt freuen.

Share on FacebookPin on PinterestShare on Google+Email this to someonePrint this page

Gerstensuppe mit Hafaloab

„Hafaloab“ habe ich das erste mal in Bezau auf dem Sonderdach bei Berghild gegessen. Sie hat die traditionelle Vorarlberger Speise in der Gerstensuppe serviert. Bis dahin kannte ich die Laibchen aus Grieß und Mehl nur von der Schwärmerei meines Dätas, der Omas Hafaloab in den Himmel lobte. Meine Mama hat das wohl etwas abgeschreckt, deshalb hat sie sich nie selbst daran gewagt. Aber weil ich so Sehnsucht hatte, nach dem Geschmack von Heimat habe ich es selbst versucht. So vielfältig wie die Bregenzerwälder sind auch die überlieferten Rezepturen für den Hafaloab (und auch die Gerstensuppe), nur eines bleibt gleich: die Laibchen-Form (wobei auch die mal größer oder kleiner ausfallen können :)

Zutaten für 4 Personen
für die Gerstensuppe
100 g Rollgerste
1 Zwiebel (geschält & in feine Stücke geschnitten)
1 Stange Lauch (in Ringe geschnitten)
100 g Karotten (geschält & in feine Stücke geschnitten)
100 g Sellerie (geschält & in feine Stücke geschnitten)
1 Knoblauchzehe (geschält & in feine Scheiben geschnitten)
2 EL Butterschmalz
200 ml Weißwein
1,5 Liter Gemüsebrühe
2 Lorbeerblätter
300 g Kartoffeln (geschält und in grobe Stücke geschnitten)
1 Paar Hirschwürste, in Scheiben geschnitten (oder aber nach Belieben Selchfleisch, Landjäger oder ähnliches)
Petersilie nach Belieben

für den Hafaloab
125 g (weißes) Maisgrieß
75 g glattes Mehl
1/2 TL Salz
250 ml Milch
60 ml Wasser
25 g Butter
2 Eier

Zubereitung
Rollgerste 5 Stunden in reichlich Wasser einweichen. Gemüse waschen, putzen und in entsprechende Stücke schneiden. Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen. Hirschwürste in Scheiben im Schmalz aufschäumen. Zwiebeln, Lauchringe & Knoblauch dazugeben. Gemüse in Stücken (alles außer Kartoffeln) zugeben & einige Minuten anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen, Suppe eingießen und die Lorbeerblätter dazugeben. Kartoffelstücke und eingeweichte Rollgerste dazugeben, für ca. 30 Minuten köcheln lassen. Zum Schluß mit Salz und Pfeffer abschmecken. Lorbeerblatt entfernen. Petersilie darüber streuen.
Für den Hafaloab Maisgrieß mit Mehl und Salz in einer Schüssel mischen. Milch, Wasser und Butter in einem Topf auf dem Herd aufkochen. Grießmischung unter Rühren ein rieseln lassen. So lange kochen und rühren, bis sich der Teig vom Topfboden löst. Den Teig zum Auskühlen in eine Schüssel geben. Dann die Eier einrühren. Den Teig mit Hilfe eines Löffels (oder nassen Händen) zu Laibchen formen. Die Hafaloabe in der Gerstensuppe (oder in Salzwasser) für ca. 30 Minuten ziehen (nicht kochen) lassen. Hafaloab aufschneiden und in der Gerstensuppe servieren.

Das ist also meine Variante von Hafaloab und Gerstensuppe. Was auch immer ihr daraus macht, ich hoffe ich konnte euch inspirieren mal wieder in den alten Kochbüchern eurer Oma zu stöbern. Heimat schmeckt so gut.

Den allerschönsten Sonntag für euch.
Gitte

Share on FacebookPin on PinterestShare on Google+Email this to someonePrint this page